Fit für die Zukunft -Den Wandel meistern- aus der Zukunfswerkstatt

Unter diesem Motto will Bettina in der Zukunft handeln. In einer „Zukunftswerkstatt“ haben wir mit Bürgerinnen und Bürgern aus allen Gemeindeteilen und allen Altersgruppen die Ziele für unsere Gemeinde festgelegt. Die Frage war dabei: „Wie soll Großostheim 2030 aussehen?“. Dabei wurde deutlich wie wichtig es ist, sich den Aufgaben der Zukunft zu stellen.

Es gibt viele Aufgaben die uns, bedingt durch den demographischen Wandel, den Klimawandel und den Wandel in der Digitalen Welt in Zukunft beschäftigen werden. Diesen Wandel dürfen wir nicht nur begleiten- wir müssen Ihn aktiv steuern.

Den demographischen Wandel meistern! Im Wohnungsbau müssen wir dafür Sorge tragen, dass es genügend bezahlbare Wohnungen gibt, die Innenorte belebt bleiben und neue Baugebiete auch bebaut werden und Grundstücke die bebaubar sind nicht als „Wertanlage“ über Jahre hinaus gehortet werden. Innovative Wohnkonzepte werden gefragt sein. Mehrgenerationenwohnen wäre ein Ansatz hierfür. Da der demographische Wandel dazu führt, dass immer mehr Mensch immer älter werden und möglichst lange selbständig wohnen möchten, sind Seniorenwohnanlangen in denen bei Bedarf „Versorgungsleistungen“ gebucht werden können ein weiterer Baustein, diesen Wandel zu meistern. Den demographischen Wandle meistern heißt auch den Bürgerinnen und Bürgern, egal in welchem Alter und egal in welcher Familiensituation sich befinden, die einen Beratungsbedarf haben die Möglichkeit zu geben diesen vor Ort zu decken. Das heißt nicht automatisch das wir dies Aufgabe als Gemeinde selbst erledigen müssen, es kann auch über einen Trägerverein funktionieren. Mobilität ist ein wichtiger Faktor, wenn wir den demographischen Wandel meistern wollen. Viele rüstige Senioren sind durch E- Bikes viel mobiler geworden. Dies muss in der Planung von Ladestationen und Radwegen berücksichtigt werden. Wer nicht mobil ist muss den ÖPNV nutzen können. Ist dies nicht der Fall, bieten Bürgerbusse und Mitfahrerbänke eine Alternative.

Treffpunkte schaffen – Dies war einer der Wünsche die aus der Zukunftswerkstatt heraus an uns herangetragen wurden. Treffpunkte für alle Generationen. Im neu zu gestattenden Sozialzentrum im Benefiziaten Haus im Zusammenhang mit dem Objekt Marktplatz 4 haben wir die Möglichkeit dazu Treffpunkte mit der Möglichkeit zur Beratung zu integrieren. Die uns zugesagte Außenstelle des Jugendamtes ist ein Baustein in diesem Mosaik. Ein Zentrum für Alle!

Ein weiteres wichtiges Thema für unsere Gemeinde wird es sein die Nahversorgung zu gewährleisten. Wie können wir in allen Ortsteilen sicherstellen das man die Dinge des täglichen Bedarfs vor Ort hat? Bäcker, Lebensmittel, Ärztliche Versorgung… All dies hat mit dem demographischen Wandel zu tun. Ich will erreichen, dass sich neue Geschäfte in den Ortskernen ansiedeln. Mit dem Ausbau der beiden Parkplätze (Am Kirchberg und in der Kanzleistraße) haben wir nun aktiv die Möglichkeit, den Umbau des Marktplatzes zu gestalten. Die Etablierung des Wochenmarktes ist ein Teil des Konzeptes in das wir interessierte Bürgerinnen und Bürger mit einbeziehen.

Aber nicht nur die Senioren auch Familien und Jugendliche brauchen unsere Aufmerksamkeit. Die Anzahl der Kinder die in unsere Kindertageseinrichtungen in hervorragender Weise betreut werden wächst. Denn die Betreuung fängt schon viel früher an als noch vor 20 Jahren und endet erst nach Beendigung der Schule. Kinderkrippen, Kindergarten, Kinderhorte, Mittagsbetreuung, Ganztagsschule … ein buntes Mosaik an Betreuungsmöglichkeiten vom Kleinkind bis zum Jugendlichen. Diese ermöglichen unseren gut ausgebildeten Frauen sich zeitnah wieder im Berufsleben zu integrieren. Die Erfassung, Bereitstellung und Ausstattung der nötigen Betreuungsplätze sowohl räumlich als auch personell sind ein wichtiger Bereich um den Wandel in diesem Bereich auch zukünftig zu meistern.

Wandel meistern heißt auch in die Zukunft zu schauen – und die Jugend von heute sind die Entscheidungsträger von Morgen. Deshalb ist es mir wichtig unsere Jugend in die Entwicklung zu integrieren. Ein Jugendparlament ist meiner Meinung nach der richtige Weg der nächsten Generation zu zeigen wie interessant Politik sein kann und das sich Mitbestimmung lohnt . Wenn sie verwurzelt sind, sich ernstgenommen fühlen und ihre Vorschläge gehört und umgesetzt werden dann funktioniert der Mehrgenerationengedanke. Einig waren sich alle Teilnehmer der Zukunftswerkstatt, dass Großostheim nicht zum „Schlafort“ für Pendler im Rhein Main Gebiet werden darf. Mit Unterstützung der Vereine und dem Erhalt unserer Kinder und Jugendeinrichtungen, den Schulen und Kindergärten in den Ortsteilen muss damit entgegengewirkt werden. Wir wollen an unserer Identität festhalten. Bewährtes muss erhalten bleiben- Neues muss ergänzen und verbessern. Der Zusammenhalt in der Bevölkerung war für alle Anwesenden ein wichtiges Gut.

Den Klimawandel meistern! Ein Klimakonzept für die Gemeinde Großostheim muss erarbeitet und konsequent umgesetzt werden. Hierzu hat die SPD Fraktion einen Antrag gestellt. 2030 soll ein hoher Anteil unseres Energiebedarfs von der Bürger Energie Bachgau eG regenerativ erzeugt werden. Die Förderung von Radwegekonzepten und der konsequente Ausbau von Radwegen sind ein Baustein dieses Konzeptes. Der ÖPNV muss attraktiver werden! Kurze Fahrzeiten, niedrige Preise. Der Landkreis Miltenberg macht es uns vor. Wir müssen uns sowohl in der Gemeinde, als auch im Landkreis dafür stark machen, dass die Mobilität erhalten bleibt ohne das Klima zu belasten. Dies wäre ein doppelter Gewinn. Hierfür wäre der 1 Euro Bus (ähnlich dem Konzept in Hessen) ein Beispiel. Der Schnellbus, der als Zubringer zur S-Bahn dient, ist neben er Bachgaubahn an deren Realisierung wir arbeiten, ein weiterer Baustein. Ich will erreichen, dass die Innenorte wieder lebens- und liebenswert werden. Dazu muss der Durchgangsverkehr verringert und die Straßen und Gassen Stück für Stück so ausbaut werden, dass sie für alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen gut geeignet sind. Möglichst viele Parkplätze sind dabei zu erhalten und Dauerstellplätze zu fördern. Die „Pfädchen“ müssen Instand gesetzt und gepflegt werden. Die Versieglung von Flächen kann nicht ewig so weitergehen. Wenn wir Insekten wie Bienen und Käfer schützen wollen müssen wir konsequent die Einhaltung der Bebauungspläne bezüglich der Bepflanzung überwachen. Blühenden Blumenrabatten statt Steinwüsten in den Vorgärten müssen unser Ziel sein. Jeder in der Gemeinde gepflanzte Baum kann das Kleinklima verbessern. Die “Fridays for Futur“ Demonstrationen haben es deutlich gezeigt – auch unsere Jugend macht sich Gedanken um den Klimawandel. Monokulturen mit Maisäckern so weit das Auge blickt (ähnlich dem Anblick den man jetzt schon hat, wenn man über den Promilleweg von Ringheim nach Pflaumheim fährt und Richtung Wartturm schaut) … so soll unsere Zukunft nicht aussehen! Wir wollen Mischkulturen mit Blühstreifen. Den Klimawandel meistern- auch in unseren Wäldern. Wir als Marktgemeinde sind Waldbesitzer und wir kämpfen mit dem Klimawandel. Die Trockenschäden an den Buchen im vergangenen Jahr haben zum Absterben von großen Flächen geführt. Den Rest erledigt der Borkenkäfer. Jeder der mit offenen Augen durch unsere Wälder geht wird es klar: Der Klimawandle ist angekommen. Wir müssen mit Aufforstungen und Konzepten zum Waldumbau dafür Sorgen das auch unser Enkel und Urenkel noch Wald als lebendige vielfältige grüne Umgebung kennen und nicht nur aus dem Bilderbuch.

Den digitalen Wandel meistern! Eine Aufgabe von der wir momentan noch nicht mal genau wissen, wie sie 2030 aussieht. Der rasante Ausbau und die vielfältige Nutzung müssen gesichert sein. Unsere Schulen bekommen nach und nach alle nötigen Ausrüstungen und die Gemeindeverwaltung wird muss digitale Erreichbarkeit sichern. Unser Arbeitsauftrag vor 6 Jahren lautete: Ganz Großostheim muss für alle Generationen lebens-und liebenswert bleiben. Das bleibt weiterhin aktuell. Lasst uns gemeinsam Großostheim erhalten, indem wir es neu gestalten - in dem wir den Wandel meistern. Dafür bitte ich um Ihr/Euer Vertrauen und Eure Unterstützung.

Ihre / Eure Bettina Göller